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  • 31. März
  • 2 Min. Lesezeit

Wir stärken in der KomplementärTherapie die Selbstwahrnehmung. In und mit der Methode Yoga Therapie halten wir während dem Üben immer wieder inne und nehmen wahr. Wir nehmen wahr, wie wir auf dem Boden stehen, wie unsere Fusssohlen in Berührung sind mit der Matte oder dem Tuch, wie sich der Kontakt zwischen Körper und Untergrund gestaltet - oder, wir nehmen nach einem Ablauf wahr, wie sich Körper und Atem anfühlen, was überrascht, was ist vertraut, was ist bewegt, wo verspüren wir einen Impuls, etc. Wir nehmen uns selbst wahr. Jetzt, in diesem Moment.

Die Selbstwahrnehmung findet nicht nur auf körperlicher Ebene statt und nicht nur beim Praktizieren von Yoga. So übe ich mich gerne in der Selbstwahrnehmung, wenn ich am Warten bin: auf den Zug warte, in einer Schlange stehe, einem Treffen entgegensehe, ... Es sind diese Momente, in denen es sich für mich lohnt, innezuhalten und wahrzunehmen, was grad ist.


Warten, als Möglichkeit zur Selbstwahrnehmung.
Selbstwahrnehmung möglich....

Im Setting der KomplementärTherapie gibt es aus meiner Sicht verschiedene Faktoren, die die Stärkung der Selbstwahrnehmung begünstigen:

  • Raum und Beziehung: Es braucht einen Raum, wo die KlientIn sich sicher und aufgehoben fühlt.

  • Präsenz: Die Wahrnehmungen betreffen den jetzigen Moment.

  • Ohne Wertung: Die Wahrnehmungen bleiben möglichst unbewertet und werden weder von der Seite der KlientIn noch von der Seite der Begleitenden kommentiert und/oder interpretiert. Eine freundliche Zugewandtheit diese vertieft diese Erfahrung.

  • Zeitfaktor: Natürlich können Erfahrende sich ziemlich schnell ein Bild ihrer Körpers machen, doch interessiert und tiefgründig wird es dann, wenn sich durch längeres Hinhorchen plötzlich Veränderungen ergeben.

  • Haltung des Begleitenden/ der TherapeutIn: Ich bin neugierig und nicht-wissend in Bezug auf die auftretenden Empfindungen und Wahrnehmungen der KlientIn. So darf es sich für die KlientIn und auch für die TherapeutIn wie eine Erforschung anfühlen. Um die KlientIn auf der Reise zu begleiten, kann es offener Fragen bedürfen und je nachdem auch Vorschläge möglicher Empfindungen.

  • Fördernde Techniken zur Differenzierung: Eine differenzierte Wahrnehmung wird unterstützt und gefördert durch das Spiegeln (Wiederholung der gesagten Wörter) und Paraphrasieren (sinngemässe Wiederholung des Gesagten) und mit dem Benutzen von Metaphern.


Die Stärkung der Selbstwahrnehmung ist eines der drei Ziele in der KomplementärTherapie.

 
 
 

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